Landesfinale “Jugend debattiert” in Zusammenarbeit mit Corvinus DSG

Die Debattenkultur der StaatsbürgerInnen prägt sowohl die Gesellschaft als auch die Bausteine der Demokratie eines Landes. Jugend debattiert ist ein Wettstreit für GymnasialschülerInnen, der einen auf die Rolle und das Integrieren der Debattenkultur im Unterricht aufmerksam macht.
Am 29. Mai 2026 fand das diesjährige Landesfinale “Jugend debattiert” unter der Schirmherrschaft von Frau Zsuzsanna Puskás (Europäische Kommission) auf dem Gellért-Campus statt. Die Organisatoren der Veranstaltung waren die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, die Hanns-Seidel-Stiftung, die FernUniversität in Hagen, die Konrad-Adenauer-Stiftung, die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, sowie als Gastgeber die Corvinus Universität Budapest. Der Wettbewerb bot Schülerinnen und Schülern eine Plattform, um ihre rhetorischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, fundierte Sachkenntnis zu erwerben und die eigene Meinung überzeugend zu vertreten. Die 4 FinalistInnen haben die zentrale Frage “Soll in Ungarn die Nutzung sozialer Medien durch Jugendliche unter 16 Jahren verboten werden?” aus Pro- und Contra-Perspektiven beleuchtet. Luca Eszter Tóth (Schülerin der Österreichischen Schule Budapest, Debattantin der Pro-Seite) war Siegerin des Wettstreits. Die Zweitplatzierte war Vera Sekovanic (Schülerin des ELTE Ágoston Trefort Praxisgymnasiums, Budapest, Befürworterin der Contra-Seite). Sie vertreten Ungarn in der nächsten Runde in Berlin, wo Jugendliche aus über 17 europäischen Ländern zusammenkommen, um aktuelle politische und gesellschaftliche Streitfragen auf Deutsch zu diskutieren.
Jugend debattiert wurde im Jahre 2001 in Deutschland auf Initiative und unter der Schirmherrschaft des damaligen Bundespräsidenten ins Leben gerufen. Seitdem erwuchs die Initiative weltweit drei Erdteile deckend (Europa, Amerika und Asien). Sie schuf und stärkte die Basis einer Debattenkultur durch wichtige Kernkompetenzen für Unterricht, Gesellschaft und Zukunft mit einer lebendigen Demokratie. Diese umfassen Analysevermögen, Rhetorik, kritisches Denken und faires Miteinander für eine wechselseitig vorteilhafte Koexistenz. Als Folge haben sich zahlreiche Jugendliche für demokratische Teilhabe, politische Bildung und die Förderung der Debattenkultur engagiert. Das Programm weist darauf hin, wie man zur besten Lösung für ein Problem mithilfe des Austausches von Argumenten und Gegenargumenten, aktiven Zuhörens und respektvollen Streits gelangen kann.
